Mehr als gute Pflege: Altenpflege

Deutscher Berufsverband für Altenpflege e.V.

Der DBVA war beim Zukunftstag Altenpflege vertreten.
Mehr Informationen finden Sie -> hier

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Wenn nicht jetzt - wann dann?

Den Altenpflegeberuf aktiv verteidigen

Deutschland hat mit dem Altenpflegeberuf schon vor Jahren einen Beruf geschaffen, der auf Grund seiner speziellen Ausbildungsinhalte hervorragend auf die Pflege von Älteren, besonders auch demenzkranker Menschen, abgestimmt ist und inzwischen weltweit von Fachleuten als vorbildlich angesehen wird. Der Deutsche Berufsverband für Altenpflege setzt sich seit mehr als 40 Jahren auf vielen Ebenen und in vielen Projekten für die Anerkennung und das Ansehen der altenpflegerischen Arbeit und die des Berufsbildes ein, u.a. bei der Gestaltung des Altenpflegegesetzes und der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive der Bundesregierung.

Jetzt will die große Koalition den Altenpflegeberuf abschaffen und ihn mit der Gesundheits- und Krankenpflege und der Kinderkrankenpflege zu einem Beruf zusammenlegen. CDU/CSU und SPD hoffen so, u.a. den Pflegeberuf attraktiver zu machen und mehr Fachpersonal zu gewinnen. Einen Beleg für diese Hoffnungen gibt es nicht.
Drei hochqualifizierte Fachberufe in gleicher Zeit zu einem Beruf auszubilden, ist ohne Kompetenzverlust nicht möglich. Es werden nach 3 Jahren nicht nur schlechter ausgebildete, sondern wahrscheinlich auch weniger Berufsanfänger, insbesondere in der Altenpflege, zur Verfügung stehen. Die Konsequenzen für die ohnehin schon schwierige Personalsituation sind abzusehen.

Viele in der Altenpflege Tätige fragen sich, woher der politische Wille zur Abschaffung des Altenpflegeberufes kommt. Der Grund ist relativ einfach: Die meisten Politikerinnen und Politiker wissen zu wenig über den Altenpflegeberuf und seine Ausbildung. Vor diesem Hintergrund sind viele in der Politik vom großen Widerstand der Altenpflege gegen die Generalistik überrascht.

Die zuständigen Minister Schwesig und Gröhe haben das sogenannte Pflegeberufereformgesetz trotz großer Bedenken und Widerstände von Verbänden und Fachgesellschaften (hier ist die ->Stellungnahme des DBVA zum Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe vom 27.11.2015) kurz vor Weihnachten im Eiltempo durch eine Anhörung (mehr -> zur Anhörung) und Anfang Januar 2016 ins Bundeskabinett gebracht – jetzt läuft das parlamentarische Verfahren und die Uhr für den Altenpflegeberuf tickt.

Während das Pflegeberufsgesetz nun von Bundesrat und Bundestag beraten wird, formiert sich immer mehr Protest: Neben den Verbänden der Altenpflege und der Kinderkrankenpflege, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und sogar dem Präsidenten der Bundesärztekammer haben sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB und namhafte Arbeitgeberverbände wie die BDA gegen die Generalistik ausgesprochen.

Denn mit der geplanten Zusammenlegung der bisher eigenständigen Ausbildungen in der Altenpflege, der Kranken- und der Kinderkrankenpflege werden die Pflegeberufe geschwächt. Die Politik handelt gegen die Interessen der Betroffenen und gefährdet die künftige pflegerisch medizinische Versorgung. Nun kommt es darauf an, den Politikern zu zeigen, wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Unternehmer, Ärzte und Betroffene aus der Pflege die Auflösung der spezialisierten Pflegeberufsausbildungen und damit die Abschaffung des Altenpflegeberufes ablehnen. Sie müssen verstehen, dass derzeit überall im Land Protest entsteht – und sie sich auch in ihren Heimatwahlkreisen für dieses Gesetz rechtfertigen müssen.

Auf der neuen Kampagnenhomepage des Bündnisses für Altenpflege erfahren Sie, was Sie tun können:

http://www.aktion-buendnis-fuer-altenpflege.de/

 

Den Altenpflegeberuf erhalten - den Berufsverband fördern !

Seit 40 Jahren setzt sich der DBVA als einziger Verband ausschließlich für den Altenpflegeberuf und die Belange der in der Altenpflege Tätigen ein.

Auch wenn der DBVA sich unermüdlich weiter engagiert und alles daran setzt, vor der Verabschiedung des Gesetzes diejenigen wachzurütteln, die noch Einfluss nehmen können, so übersteigt das alles doch leider unsere zur Zeit vorhandenen Ressourcen.

Deshalb braucht der DBVA dringend Ihre Unterstützung – helfen Sie uns beim Kampf für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Altenpflegeberufes!

Machen Sie mit -> hier erfahren Sie, wie Sie mithelfen können!

Bitte besuchen Sie die Internetpräsenzen unserer Förderer -> zur Liste unserer Förderer

 

Der Altenpflegeberuf:Chance für den demografischen Wandel!

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stehen alle Nationen vor der Frage: "Wie kann die stetig wachsende Zahl älterer Menschern jetzt und in Zukunft versorgt werden?" Alter ist nicht gleichbedeutend mit Krankheit und Pflegebedürftigkeit, aber mit dem Alter nehmen die sogenannten Alterserkrankungen z.B. Demenzen zu. Darüberhinaus kommt es durch die alterstypischen Veränderungen zu einem erhöhten Unterstützungsbedarf.

Deutschland hat mit dem Altenpflegeberuf und seiner Ausbildung schon vor Jahren einen Beruf geschaffen, der inzwischen weltweit von Fachleuten als vorbildlich angesehen wird. Die Altenpflegekräfte lernen in ihrer Ausbildung nicht nur die selbständige und eigenverantwortliche Pflege und Rehabilition - ohne dass ein Arzt dabei sein muss - sondern alles, was zur Beratung, Begleitung und Betreuung alter Menschen erforderlich ist - bis hin zur Sterbebegleitung.

"Der Altenpflegeberuf: Die Chance für den demografischen Wandel nutzen"

mit diesem Titel fand im Dezember 2014 in der Kaiserin-Friedrich-Stiftung, Berlin, die Feier zum 40. Geburtstag und eine Fachtagung statt. -> zum Programm

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Unterstützung für Albanien

Die Altenpflege und die Altenpflegeausbildung hat sich in Deutschland schon vor Jahrzehnten zu einem eigenen Berufsbild entwickelt, das inzwischen auch in den europäischen Nachbarstaaten als vorbildhaft gilt.

Das Interesse an der deutschen Altenpflege-Ausbildung ist groß. Der DBVA unterstützt aktuell die Entwicklung der Altenpflege und Altenpflegeausbildung in Albanien. -> mehr dazu

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Bündnis für Altenpflege gegründet

Bund und Länder wollen die Altenpflege abschaffen, dagegen hat sich am 20. März 2013 in Kassel - mit aktiver Unterstützung des DBVA - das Bündnis für Altenpflege gebildet. Das Bündnis vertritt die Mehrzahl (mehr als 13.000) der Anbieter von ambulanten und stationären Dienstleistern sowie weitere Fachverbände der Altenpflege.

Das Bündnis setzt sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Altenpflegeberufes ein -> mehr zum Bündnis-für-Altenpflege

Im Rahmen der Altenpflege-Messe in Hannover hat das Bündnis für Altenpflege eine groß angelegte Postkarten- bzw. Unterschriftenaktion gegen die generalistische Pflegeausbildung durchgeführt. Mehr als 10.000 Postkarten sind an die Bundesfamilienministerin, Frau Schwesig, übergeben worden.

Die Pressemitteilung zur Aktion gibt es -> hier

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Mitglied werden im DBVA

Am 01.12.1974 gründeten staatlich anerkannte AltenpflegerInnen den Deutschen Berufsverband für Altenpflege (DBVA). Er ist der einzige Verband, der sich ausschließlich für die Belange der in der Altenpflege Tätigen einsetzt. Er kämpft aktuell gegen die Abschaffung des Altenpflegeberufes und die Einführung der Pflegekammern.

Sind Sie SchülerIn, in der Altenpflege oder Altenhilfe tätig und sehen das auch so? Dann kommen Sie in den Berufsverband, wir brauchen dringend Ihre Unterstützung - Mitgliedsantrag

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Der DBVA im Fernsehen

SWR 3 berichtet eindringlich über die Situation in der Altenpflege am Beispiel eines DBVA-Mitgliedes.

Hier gehts zum -> Video

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"Altenpflege ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit. Eine höhere gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung ist überfällig. Das Ansehen eines Berufs und die gesellschaftliche Wertschätzung einer Arbeit drücken sich zu allererst in der Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen aus. Die Pflegekammer, als Idee einiger Funktionäre aus der Krankenpflege geboren, führt einzig zu mehr Bürokratie und muss über Zwangsbeiträge von etwa 120 Euro im Jahr auch noch von den Pflegekräften selbst finanziert werden - ohne eine Gegenleistung zu bekommen", so die Vorsitzende des DBVA, Christina Kaleve.

Der DBVA kämpft gegen die Einrichtung von Pflegekammern.

Mehr dazu -> Widerstand gegen die Pflegekammer in den Bundesländern

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Für eine menschenwürdige Altenpflege: heute & morgen!

Die Mehrzahl derjenigen, die sich dafür entscheiden AltenpflegerIn zu werden, tut dies ganz bewusst. Sie will alten Menschen helfen. Jene Menschen, die unser Land nach dem Krieg wieder aufgebaut und zu dem gemacht haben, was es heute ist - eines der reichsten Länder der Erde! - dabei zu unterstützen, ihren Lebensabend in Würde und Eigenverantwortung zu gestalten.

Nach einer mehrjährigen Ausbildung kommen viele jedoch in Arbeitssituationen, die zu oft geprägt sind von überbordender Bürokratie (nichts gegen eine gute Pflegedokumentation!), Personalmangel und Überbelastung. Das, wofür sie gelernt haben und was für sie den Beruf ausmacht, können die wenigsten umsetzen - menschliche Zuwendung. Unter diesen Bedingungen ist es für die AltenpflegerInnen schwierig und oft unmöglich eine menschenwürdige Altenpflege umzusetzen. Viele verlassen schon nach wenigen Jahren mit großer Enttäuschung ihren Beruf. Bei denjenigen, die bleiben, kommt es oft zum burn-out.

Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, unter welchen Bedingungen häufig in der Altenpflege gearbeitet wird.
Die AltenpflegerInnen arbeiten im 3-Schichtdienst. Wegen der meist dünnen Personaldecke und den krankheitsbedingten Ausfällen von KollegInnen wissen sie oft nicht, ob und wann sie am nächsten Wochenende arbeiten müssen.

Hier finden Sie den Bericht eines DBVA-Mitgliedes, der Ihnen einen Blick in den Arbeitsalltag in einem kirchlich geleiteten Altenheim gewährt. Sicherlich gibt es Einrichtungen/Altenheime/Pflegeheime, in denen die Arbeitsbedingungen besser sind, aber ....... Lesen Sie selbst -> Arbeitsbedingungen in der Altenpflege

Für die Zukunft heute handeln!

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gilt es heute dringender denn je dafür zu sorgen, dass engagierte Menschen in die Altenpflege gehen und dort auch bleiben, der Schlüssel dazu liegt in den Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Bezahlung!

Immer mehr Ältere müssen von immer weniger Jüngeren versorgt werden. Heute arbeiten 3 Erwerbstätige für einen Rentner - in fünfzig Jahren wird das Verhältnis eins zu eins sein. Und dieser Trend ist nicht umkehrbar!

Mehr Fakten über den demografischen Wandel gibt es -> hier

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Den Altenpflegeberuf weiterentwickeln

Das Statistische Bundesamt rechnet für 2025 mit etwa 152.000 fehlenden Pflegekräften, Pricewaterhouse Coopers bis 2030 mit 165.000 fehlenden Ärzten, 400.000 fehlenden Pflegekräften und 950.000 fehlenden Fachkräften in Gesundheit und Pflege insgesamt.
Es wird gefordert, die Situation durch ausländische Fachkräfte zu entspannen. Die EU-Kommission weist darauf hin, dass 2020 in europäischen Ländern bis zu zwei Millionen Arbeitskräfte im Gesundheitswesen fehlen könnten, auch in anderen Ländern eine Auswirkung der Alterung der Bevölkerung.

Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege sollen in einen Topf geworfen werden und zu einem einzigen neuen Pflegeberuf werden. Das würde das Aus für den Altenpflegeberuf, die Altenpflegeschulen und ihre Kooperationen mit Heimen und ambulanten Diensten in ihrer heutigen bewährten Form bedeuten. Der DBVA hält dies vor den jetzt anstehenden Herausforderungen für falsch und spricht sich gegen die generalistische Ausbildung aus.

Mehr dazu ->Stellungnahme des DBVA zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe

weitere Stellungnahmen finden Sie -> hier

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Die Bundesregierung hat die "Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege" initiiert, an der der DBVA zusammen mit anderen mitarbeitet. Im Dezember 2012 ist mit der Unterzeichnung des Vereinbarungstextes zu dieser Gemeinschaftsinitiative von rund 30 Partnern von Bund, Ländern und Verbänden der Startschuss für die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen bis Ende 2015 gefallen.

-> Pressemitteilung des DBVA zur Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive

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Für den DBVA ist Grundlage seiner Arbeit die gemeinsame Verpflichtung auf die Menschenwürde und der Wille zur Fortentwicklung unseres Sozialstaates, deshalb engagiert er sich u.a. in:

- Vertretung und Beratung in politischen Gremien, wenn es um Altenpflegeausbildung, Seniorenpolitik und Arbeitsbedingungen für die Altenpflege geht (rechts die Vorsitzende des DBVA, Christina Kaleve, im Gespräch mit Ministerin Steffens in Düsseldorf),

- Information der Öffentlichkeit über den Altenpflegeberuf,

- Information der Öffentlichkeit über Lebensbedingungen alter Menschen heute,

- Mitwirkung bei der Entwicklung neuer Konzepte zur Altenpolitik,

- Fachliche Fort- und Weiterbildung seiner Mitglieder und von Mitarbeitern in der Altenhilfe.

Der DBVA unterstützt die Mitglieder durch Angebote von Information, Erfahrungsaustausch, Fortbildung, Rechtsberatung und ggf. Rechtsvertretung.

Arbeiten Sie mit:

Für eine starke Stimme der Altenpflege -> Der DBVA

 

Letzte Änderung am 23.05.2016 11:50->
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