Herzlich Willkommen
Ende der fünfziger Jahre wurden die ersten AltenpflegerInnen in Deutschland ausgebildet. Am 01.12.1974 gründeten staatlich anerkannte AltenpflegerInnen den Deutschen Berufsverband für Altenpflege (DBVA). Er ist der einzige Verband, der sich ausschließlich für die Belange der in der Altenpflege tätigen einsetzt.
Für eine menschenwürdige Altenpflege: heute & morgen !
Die überwiegende Mehrzahl derjenigen, die sich dafür entscheiden AltenpflegerIn zu werden, tut dies ganz bewusst. Sie will alten Menschen helfen. Jene Menschen, die unser Land nach dem Krieg wieder aufgebaut und zu dem gemacht haben, was es heute ist - eines der reichsten Länder der Erde! - dabei zu unterstützen, ihren Lebensabend in Würde und Eigenverantwortung zu gestalten.
Nach einer mehrjährigen Ausbildung kommen viele jedoch in Arbeitssituationen, die zu oft geprägt sind von überbordender Bürokratie (nichts gegen eine gute Pflegedokumentation!), Personalmangel und Überbelastung. Das, wofür sie gelernt haben und was für sie den Beruf ausmacht, können die wenigsten umsetzen - menschliche Zuwendung. Unter diesen Bedingungen ist es nicht nur für die zu Pflegenden als auch für die AltenpflegerInnen schwierig und oft unmöglich eine menschenwürdige Altenpflege umzusetzen. Viele verlassen schon nach wenigen Jahren mit großer Enttäuschung ihren Beruf. Bei denjenigen, die bleiben, kommt es oft zum burn-out.
Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen,
unter welchen Bedingungen häufig in der Altenpflege gearbeitet
wird.
Die AltenpflegerInnen arbeiten im 3-Schichtdienst, wegen der meist dünnen
Personaldecke und den krankheitsbedingten Ausfällen von KollegInnen wissen
Sie oft nicht, ob und wann sie am nächsten Wochenende arbeiten müssen.
Hier finden Sie den Bericht eines DBVA-Mitgliedes, der Ihnen einen Blick in den Arbeitsalltag in einem kirchlich geleiteten Altenheim gewährt. Sicherlich gibt es Einrichtungen/Altenheime/Pflegeheime, in denen die Arbeitsbedingungen besser sind, aber ....... Lesen Sie selbst -> Arbeitsbedingungen in der Altenpflege
Für die Zukunft heute handeln !
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gilt es heute dringender denn je dafür zu sorgen, dass engagierte Menschen in die Altenpflege gehen und dort auch bleiben, der Schlüssel dazu liegt in den Arbeitsbedingungen und einer angemessenen Bezahlung!
Immer mehr Ältere müssen von immer weniger Jüngeren versorgt werden. Heute arbeiten 3 Erwerbstätige für einen Rentner - in fünfzig Jahren wird das Verhältnis eins zu eins sein. Und dieser Trend ist nicht umkehrbar!
Das Statistische Bundesamt rechnet für
2025 mit etwa 152.000 fehlenden Pflegekräften, Pricewaterhouse
Coopers bis 2030 mit 165.000 fehlenden Ärzten, 400.000 fehlenden
Pflegekräften
und 950.000 fehlenden Fachkräften in Gesundheit
und Pflege insgesamt.
Es wird gefordert, die Situation durch ausländische Fachkräfte
zu entspannen. Die EU-Kommission weist darauf hin, dass 2020 in
europäischen Ländern bis zu zwei Millionen Arbeitskräfte
im Gesundheitswesen fehlen könnten, auch in anderen Ländern
eine Auswirkung der Alterung der Bevölkerung.
Vor diesem Hintergrund und dem, vom DBVA schon seit Jahren beklagten, bestehenden Mangel an AltenpflegerInnen, steht der DBVA einer Umstrukturierung der qualifizierten Fachausbildung zur Altenpflege hin zu einer generalistischen Ausbildung aus inhaltlichen und praktischen Gründen ablehnend gegenüber. Vor diesem Hintergrund hält der DBVA auch die Forderung nach der Schaffung eines einheitlichen Pflegeberufes, für die Lösung der jetzt anstehenden Herausforderungen als nicht zielführend.
Mehr dazu ->Stellungnahme zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe vom Dezember 2011
weitere aktuelle Stellungnahmen finden Sie -> hier
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Für den
DBVA ist Grundlage seiner Arbeit die gemeinsame Verpflichtung
auf die Menschenwürde und der Wille zur Fortentwicklung unseres
Sozialstaates, deshalb engagiert er sich u.a. in:
- Vertretung und Beratung in politischen Gremien, wenn es um Altenpflegeausbildung, Seniorenpolitik und Arbeitsbedingungen für die Altenpflege geht (rechts die Vorsitzende des DBVA Christina Kaleve im Gespräch mit Ministerin Steffens in Düsseldorf),
- Information der Öffentlichkeit über den Altenpflegeberuf,
- Information der Öffentlichkeit über Lebensbedingungen alter Menschen heute,
- Mitwirkung bei der Entwicklung neuer Konzepte zur Altenpolitik,
- Fachliche Fort- und Weiterbildung seiner Mitglieder und von Mitarbeitern in der Altenhilfe.
Der DBVA unterstützt die Mitglieder durch Angebote von Information, Erfahrungsaustausch, Fortbildung, Rechtsberatung und ggf. Rechtsvertretung.
Arbeiten Sie mit:
Für eine starke Stimme der Altenpflege -> Der DBVA


